Zeugnissprache
Über einen Geheimcode zur Formulierung von Arbeitszeugnissen wird oft spekuliert. Sicher ist
jedoch, dass ein Geheimcode im Sinne einer geheimen Vereinbarung über die Codierung von
Arbeitszeugnissen nicht existiert. Dennoch hat sich beim Schreiben von Zeugnissen eine
Zeugnissprache entwickelt, die irreführende Formulierungen enthält und nach dem üblichen
Sprachverständnis nicht zu verstehen ist. Wer sich mit der Zeugnissprache nicht befasst hat, kann
die Benotung in Arbeitszeugnissen kaum verstehen.
Wegen des Grundsatzes der wohlwollenden Zeugnisformulierung fühlen sich viele Zeugnisaussteller
verpflichtet, wohlwollende Zeugnisse auszustellen, auch wenn sie kein gutes Zeugnis ausstellen
wollen. Über die tatsächlich schlechtere Beurteilung soll der künftige Arbeitgeber jedoch auch nicht
getäuscht werden. Personaler verwenden deshalb häufig möglichst gut klingende Formulierungen,
wobei die kritischen Punkte nicht erwähnt werden. Der potentielle Arbeitgeber, dem das Zeugnis bei
einer Bewerbung vorgelegt wird und der ebenso wie der Zeugnisaussteller über vielfältige
Erfahrungen beim Lesen und Formulieren von Zeugnissen verfügt und Auslassungen im
Arbeitszeugnis erkennt, versteht die mit den abgestuft positiven Formulierungen erteilten Hinweise
auf Leistungsmängel und auf Mängel im Verhalten.
Wenn Sie Ihr Arbeitszeugnis verstehen wollen, können Sie sich informieren bei
http://www.arbeitszeugnis-beratung.de .
Wenn Sie Ihr Zeugnis selbst analysieren wollen, finden Sie wichtige Hinweise bei:
http://www.arbeitszeugnis-beratung.de/Zeugnisanalyse.html