Das Arbeitszeugnis in Recht und Praxis

Rechtliche Grundlagen, Musterzeugnisse, Textbausteine, Zeugnisanalyse. Mit Musterzeugnissen und Urteilsdatenbank

 

 

Dr. Günter Huber, Waltraud Müller: Das Arbeitszeugnis in Recht und Praxis, Haufe Verlag 2012, 325 Seiten, 24,95 Euro, ISBN-10: 3648027115; ISBN-13: 978-3648027110

 

 

 


Das von den Freiburger Anwälten Dr. Günter Huber und Waltraud Mülerr verfasste Fachbuch "Das Arbeitszeugnis in Recht und Praxis", das jetzt in 14. Auflage erschienen ist, ist ein bewährter Wegweiser im Zeugnisdschungel und entschlüsselt den so genannten Geheimcode der Zeugnisformulierung. Das Buch informiert kurz und prägnant über sämtliche Rechtsfolgen der Zeugnisausstellung und erläutert Aufbau und Inhalt von Arbeitszeugnissen. Für die Zeugnisformulierung wird ein umfassendes, praxisgerechtes Textbausteinsystem zur Leistungs- und Verhaltensbeurteilung zur Verfügung gestellt. Außerdem finden sich in dem Band mehr als 100 Musterzeugnisse für die unterschiedlichsten Berufsgruppen und Branchen. Hilfreich ist auch das Kapitel "Zeugnisanalyse", in dem der Leser erfährt, wie in Zeugnissen "zwischen den Zeilen" benotet wird.
Das Buch ist Arbeitshilfe und praktischer Leitfaden zugleich. Es führt den Arbeitgeber praxisgerecht zur angemessenen, einwandfreien, wohlwollenden und dennoch sachgerecht formulierten Arbeitnehmerbenotung. Der Arbeitnehmer erhält Beurteilungskriterien, um das ihm ausgestellte Arbeitszeugnis zu überprüfen und das Zeugnis zu analysieren. Mit Hilfe der Zeugnismuster, der Textbausteine und dem Zeugnisausstellungsformular kann er sachgemäß Änderungsvorschläge unterbreiten und fehlerhafte Zeugnisse beanstanden.


Quelle: geldinstitute, Rezension zur Vorauflage:


 

Das Standardwerk - mit über 100 Musterzeugnissen im Buch und auf CD-ROM

Mit dem bewährten Praxisratgeber verfassen Arbeitgeber schnell und effizient aussagekräftige und rechtssichere Arbeitszeugnisse. Arbeitnehmer erfahren, wie sie ihr Arbeitszeugnis analysieren und gegebenenfalls konkrete Formulierungen zur Verbesserung vorschlagen. Denn dieses Buch informiert nicht nur umfassend über sämtliche grundlegende Rechtsfragen, sondern bietet detaillierte Zeugnistexte für über 90 verschiedene Berufe bzw. Tätigkeitsprofile. Damit dürfte der "Huber" eine der größten arbeitsrechtlichen Mustertextsammlungen in Buchform sein.

Quelle: Haufe.de

Zu beziehen bei Haufe oder  Amazon

Inhalte

  • Neu: Mit Informationen und Tipps zur Antidiskriminierung
  • Zeugnisrecht: von den Rechtsgrundlagen über die Arten der Arbeitszeugnisse, den Grundsatz der "wahren und wohlwollenden" Beurteilung bis hin zu Fragen des Schadensersatzes
  • Mit über 100 Musterzeugnissen im Buch und auf CD-ROM
  • Über 100 Textbausteine mit konkreten Tipps zur Zeugniserstellung und Hinweisen auf die häufigsten Fehlerquellen
  • Viele Beispielformulierungen
  • Allgemeines Zeugnisformular mit den wichtigsten Textbausteinen
  • Spezialteil: Zeugnisse richtig analysieren und den Geheimcode erkennen

 

Auf der CD-ROM

  • Musterzeugnisse
  • Textbausteine
  • Rechtsgrundlagen: Entscheidungen der Arbeitsgerichte



Inhaltsverzeichnis

Vorwort
Abkürzungsverzeichnis
A Einführung
B Zeugnisrecht
1 Rechtsgrundlage
2 Arten des Zeugnisses
2.1 Einfaches Zeugnis
2.2 Qualifiziertes Zeugnis
2.3 Zwischenzeugnis
2.4 Arbeitsbescheinigung
3 Anspruchberechtigter
4 Zeitpunkt der Zeugniserteilung
5 Grundsätzlich keine Übersendungspflicht
6 Zeugnisinhalt
7 Form des Zeugnisses
8 Verjährung, Verwirkung, Verzicht und Ausschlussfristen
8.1 Verjährung
8.2 Verwirkung
8.3 Ausschlussfristen
8.4 Verzicht
9 Gerichtliche Geltendmachung des Zeugnisanspruchs
10 Schadenersatz
C Zeugnisformulierung
1 Fehlerquellen
2 Aufbau des Arbeitszeugnisses
3 Zeugnisbestandteile mit Textbausteinen als Formulierungsvorschläge
3.1 Einleitung
3.2 Tätigkeitsbeschreibung
3.3 Leistungsbeurteilung
3.4 Beurteilung der persönlichen Führung (Sozialverhalten)
3.5 Schlussformulierung
4 Besonderheiten beim Zwischenzeugnis
5 Besonderheiten beim Ausbildungszeugnis
6 Besonderheiten beim Zeugnis für Praktikanten
D Zeugnismuster
1 Endzeugnis
1.1 Angestellte
1.2 Gewerbliche Arbeitnehmer
1.3 Zeugnisse für Auszubildende und Trainees
2 Zwischenzeugnisse
2.1 Sachbearbeiterin Vertriebsadministration
2.2 Projektierungsingenieur
2.3 Versicherungskauffrau
2.4 Bauzeichnerin
2.5 Kaufmännische Mitarbeiterin
2.6 Informatiker
2.7 Bankkauffrau
E Zeugnisanalyse
1 Beurteilung von Arbeitszeugnissen
2 Geheimcode
F Zeugnisausstellungsformular
Literaturverzeichnis
Stichwortverzeichnis

 

Leseprobe

Zeugnisse sind nicht alles, aber ohne Zeugnis ist alles nichts. So ähnlich könnte die Antwort auf die Frage lauten, wie bedeutsam Arbeitszeugnisse bei der Bewerbung eines Arbeitnehmers sind.

Eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erhält ein Bewerber nach Vorlage und Überprüfung seiner Bewerbungsunterlagen. Neben dem Bewerbungsanschreiben und dem Lebenslauf kommt es in dieser Bewerbungsphase im Wesentlichen auf die vorgelegten Arbeitszeugnisse an. Sind die vorliegenden Arbeitszeugnisse im Verhältnis zu den Mitbewerbern unterdurchschnittlich, hat der betreffende Bewerber kaum Chancen, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden und hierbei die Firma persönlich davon zu überzeugen, dass er der geeignete Bewerber für die zu besetzende Stelle ist.

Selbst wenn die vorliegenden Arbeitszeugnisse nicht in allen Punkten überzeugen, kann ein Bewerber aufgrund des persönlichen Eindruckes, den er hinterlässt, gegenüber Bewerbern mit besseren Arbeitszeugnissen bevorzugt werden. Für die Entscheidung über die Einladung zum Bewerbungsgespräch stellen die Zeugnisse in der Regel jedoch die bedeutsamste Beurteilungsgrundlage dar. Schlechte Zeugnisse können dazu führen, dass der weitere Berufsweg eines Arbeitnehmers erheblich behindert und er lange arbeitslos wird. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass der Art und Weise der Zeugnisausstellung zunehmend mehr Bedeutung zukommt und dass Arbeitnehmer häufig die ihnen erteilten Arbeitszeugnisse beanstanden und ihren (vermeintlichen) Anspruch auf Berichtigung des Zeugnisses auch vor den Arbeitsgerichten geltend machen. Für die Personalabteilung kann ein Zeugnisberichtigungsverfahren vor dem Arbeitsgericht mit einem erheblichen Arbeitsaufwand verbunden sein.

Falls Beschäftigte aus dem Betrieb als Zeugen für die Beurteilungen der Leistungen und des Verhaltens des Arbeitnehmers vor Gericht aussagen müssen, kann dies zu Irritationen bei den als Zeugen geladenen Beschäftigten und zu unerwünschten Störungen des Betriebsklimas führen.

Der vorliegende Band verfolgt deshalb das Ziel, den Zeugnisaussteller über den rechtlichen Hintergrund des Arbeitszeugnisses zu informieren, ihm die Analyse von Arbeitszeugnissen von Bewerbern zu erleichtern und praktische Hilfestellung beim Aufbau und der Formulierung von Zeugnissen unter Verwendung von Textvorschlägen als Textbausteinen – wo dies sinnvoll ist – zu geben. Dadurch soll der Zeugnisaussteller in die Lage versetzt werden, Arbeitszeugnisse den gerichtlichen Anforderungen entsprechend sicher und schnell zu formulieren und arbeitsgerichtliche Auseinandersetzungen über Arbeitszeugnisse zu vermeiden.

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Auszug aus der Haufe Pressemitteilung zur früheren Auflage:

Viele Bewerbungen scheitern am Arbeitszeugnis

Der so genannte große Huber „Das Arbeitszeugnis in Recht und Praxis“ von Haufe, jetzt neu erschienen

Das Arbeitszeugnis hört sich gut an, trotzdem werden die Bewerbungsunterlagen mit dem Zeugnis zurückgesandt oder bei einem der seltenen Vorstellungsgespräche werden argwöhnische Fragen gestellt und später kommt die Absage. Dies kann an fehlerhaften Zeugnissen liegen. Wegen eines Zeugnisses alleine wird zwar niemand eingestellt. Aber eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erhält ein Bewerber nach Vorlage und Überprüfung seiner Bewerbungsunterlagen. In dieser Bewerbungsphase kommt es neben dem Lebenslauf im Wesentlichen auf die vorgelegten Zeugnisse an.

Sind die Arbeitszeugnisse im Verhältnis zu den Mitbewerbern unterdurchschnittlich, hat der betreffende Bewerber kaum Chancen, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden und seine Gesprächspartner im persönlichen Gespräch davon zu überzeugen, dass er der geeignete Bewerber für die zu besetzende Stelle ist. Schlechte Zeugnisse können deshalb dazu führen, dass der weitere Berufsweg eines Arbeitnehmers erheblich behindert und er lange arbeitslos wird. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass der Art und Weise der Zeugnisausstellung immer mehr Bedeutung zukommt und Arbeitnehmer die ihnen erteilten Arbeitszeugnisse sorgfältig prüfen und fehlerhafte Zeugnisse bei ihrem Arbeitgeber beanstanden.

Die Analyse eines Arbeitszeugnisses ist allerdings nicht einfach. Bei der Zeugnisformulierung hat sich eine Zeugnissprache entwickelt, die teilweise vom allgemeinen Sprachgebrauch abweicht und dadurch schwer verständlich oder für diejenigen, die sich mit der Zeugnissprache nicht befasst haben, irreführenden Charakter hat.

 

 

arbeitszeugnis-beratung.de